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Sagen rund um die Gemeinde Studenzen

Die Sage von der Stadt Enzen

In früherer Zeit breitete sich in der Ebene eine große Stadt aus, sie hieß? Enzen. Die Bewohner waren sehr reich, weil sie in der Raab viel Gold fanden. Dadurch wurden sie übermütig und führten ein schlechtes Leben. Nur ein Halterjunge blieb brav. Dieser ging einmal in ein Gasthaus der Stadt. Da biss ihm ein weißes Mäuslein dreimal in die Zehe. Das Mäuslein blickte ihn an, als wollte es sagen: "Komm mit!" Er folgte dem Tierchen und eilte aus der Stadt. Auf einmal hörte er hinter sich ein gewaltiges Donnern und Krachen. Er drehte sich nach der Stadt um, doch diese war schon vom Erdboden verschwunden. Man sah nur noch die Spitzen der Kirchtürme. Später siedelten sich dort wieder Leute an. Sie sagten: "Hier stund Enzen." Durch das schnelle Sprechen entstand der Name Studenzen.


Der Geizhals bei der Stadt Enzen

Es stand ein Krieg bevor, da kaufte ein Bauer sehr viel Getreide zusammen, damit er es dann mit großem Gewinn verkaufen könnte. Der Krieg kam, und alles wurde teurer. Da nahm der Bauer sogar fremde Fuhrleute auf und fuhr mit seinem Getreide in die Stadt. Aber es war allen zu teuer, und niemand kaufte es ihm ab. Da sagte er: "Ehe ich es verschenke, führe ich es heim." Die Fuhrleute mussten es zurückführen. Außer der Stadt Enzen stand neben der Straße ein altes Kreuz. Wie der Bauer da hinkam, fluchte und lästerte er fürchterlich auf Gott. Da begann er langsam zu versinken. Er rief um Hilfe, jedoch niemand konnte ihm helfen, alle Fuhrleute zusammen waren nicht imstande, ihn herauszuziehen. Er versank so langsam, dass man ihm inzwischen das Essen bringen musste.

Urkundlich ...
wird der Ort erstmalig im Jahre 1265 genannt

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